Delightful parents! State has to pay more maintenance than ever! | policy

by Archynetys Economy Desk

Berlin – Immer mehr Eltern zahlen nach einer Trennung keinen Unterhalt für ihre Kinder. In solchen Fällen springt zur Überbrückung der Staat ein, die Kosten dafür steigen rasant. Säumige Eltern schulden dem Steuerzahler Milliarden!

Laut Unterhaltsvorschussgesetz sind Kinder und Heranwachsende bis zur Volljährigkeit berechtigt, die Leistungen erst einmal vom Staat zu erhalten, wenn derjenige, der eigentlich dazu verpflichtet ist, nicht zahlt. Die Kosten tragen zu 40 Prozent der Bund und zu 60 Prozent die Länder, in denen die Familien leben.

2024 mussten 3,2 Milliarden Euro ausgezahlt werden – absoluter Rekord! Im Jahr davor wurde die bisherige Höchstsumme von 2,7 Mrd. Euro geleistet, 2022 waren es 2,5 Mrd. Euro. Noch im Jahr 2015 zahlten die Behörden nur knapp 850 Millionen Euro aus, von 2017 zu 2018 verdoppelte sich der Betrag etwa von 1,1 auf 2,1 Milliarden.

Gleichzeitig verharrt die Summe, die sich Bund und Länder von säumigen Elternteilen zurückholen, auf niedrigem Niveau. 2024 waren es 544,5 Mio. Euro, was nur 16,8 Prozent sind. Dieser Wert, der den Schaden für den Steuerzahler mildern soll, rauschte jetzt zwei Jahre in Folge ab, zuletzt lag er 2020 niedriger als heute. 2015 waren die Behörden noch wesentlich erfolgreicher, da trieben sie knapp ein Viertel ein (23 %).

In NRW fließt das meiste Geld, im Saarland am wenigsten

► Das Bundesland mit den höchsten Unterhaltsvorschüssen ist Nordrhein-Westfalen mit 770 Mio. Euro. Es folgen Bayern mit 358 Mio., Niedersachsen (325 Mio.) und Baden-Württemberg (280 Mio.). Die geringsten Beträge werden in Thüringen mit 90 Mio. Euro, Bremen mit 50 Mio. Euro und dem Saarland (40 Mio.) ausgezahlt.

Im Ländle besteht immerhin die größte Rückzahl-Moral: Getrennt lebende Eltern, für die der Staat eingesprungen war, zahlten 20,6 Prozent des Geldes zurück. Im Nachbarland Bayern ist der Wert mit 20,2 Prozent auch vergleichsweise hoch. In Bremen liegt die Quote nur bei 10,4 Prozent – Schlusslicht! Hamburg rangiert mit 11,1 Prozent nur kaum darüber, auch 12,5 Prozent im Saarland sind mies.

Übrigens: Laut Gesetz orientiert sich die Höhe der ausgezahlten Summe pro Kind an dessen Alter: Für Kinder von 0 bis 5 Jahren gibt es bis zu 227 Euro monatlich, bis 11 Jahre bis zu 299 Euro und für Kinder von 12 bis 17 Jahren bis zu 394 Euro.

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