Was für ein Tor! Was für ein Jubel-Orkan!
Werder besiegt harmlose Wolfsburger mit 2:1 (0:1) durch einen spektakulären Treffer von Samuel Mbangula (21) in der vierten Minute der Nachspielzeit und lässt die Fans durchdrehen. Der Belgier schaltet nach einem verunglückten Seitfallzieher von Boniface am schnellsten, haut den Ball volley ins Netz. Das Weserstadion steht kopf.
Trainer Horst Steffen happy: „Es war eine Freude, das Stadion wieder so laut zu erleben. Ich hatte einen Gefühlsausbruch.“
Die Glücksgefühle hat Bremens Coach Mbangula zu verdanken. Dabei hatte Steffen den 10-Mio.-Euro-Transfer von Juventus Turin nach schwacher Leistung in Mainz (1:1) erstmals auf die Bank gesetzt. Und der Offensiv-Star revanchierte sich auf seine Weise…
1,5 Milliarden Umbaukosten!: Erstes Barça-Training im neuen Fußball-Tempel
Werders Millionen-Mann zeigt’s Steffen
Der Werder-Coach: „Ich war nicht so ganz einverstanden mit seiner Leistung in Mainz. Wenn er reinkommt, dann darf er auch beweisen, dass er in die Anfangself gehört. Die Reaktion von ihm war gut.“
65 Minuten ließ ihn Steffen draußen, dann kam Mbangula ins Spiel und zündete. Der U21-Nationalspieler ist ein Mann für die besonderen Momente, zeigt aber immer wieder auch schwächere Leistungen.
Profi-Chef Peter Niemeyer: „Er ist ein junger Spieler mit großem Potenzial. Dass Leistungsschwankungen da sind, ist normal. Sie sind einkalkuliert. Seine Reaktion finde ich beeindruckend. Ich habe ihm nach dem Spiel zu seiner Leistung gratuliert.“
Drei Heim-Siege in Folge (St. Pauli, Union, Wolfsburg) hat Werder nun auf dem Konto. Das gab es in der Bundesliga seit 2019 unter Ex-Trainer Florian Kohfeldt nicht mehr. Über Nacht stehen die Bremer mit 15 Punkten nach zehn Spieltagen auf Platz 7. Eine bemerkenswerte Zwischenbilanz, die Spaß macht und mit Europa liebäugeln lässt.
Steffen will davon nichts wissen: „Träumen darf jeder, aber wir bleiben auf dem Boden.“
