Sven Mislintat (53) ist bekannt dafür, sehr überzeugt von seinen Neuzugängen zu sein. Im Falle von Marin Ljubicic (24) war der Manager auch ein Stück weit stolz darauf, dass er es geschafft hat, den Union-Stürmer von einer Leihe zu überzeugen, obwohl Herbstmeister Schalke auch an ihm dran war. Dass Ljubicic die Chance auf den Aufstieg ausließ, um in Düsseldorf gegen den Abstieg zu kämpfen, war sehr überraschend. Aber es hat Gründe.
BILD fragte den bis Saisonende geliehenen (ohne Kaufoption) Stürmer, warum er sich für Fortuna und gegen Schalke entschied. Seine Antwort: „Eine gute Frage. Fortuna war überzeugter von mir, ich hatte hier definitiv ein besseres Gefühl.“ Und das gab ihm Mislintat, der intern und extern in höchsten Tönen von Ljubicic gesprochen hat, immer wieder hat der Nachfolger von Klaus Allofs (69) betont, dass der Bundesliga-Star (diese Saison zwei Tore in 20 Einsatzminuten) eine „Soforthilfe“ ist, sobald er fit ist. Mislintat war dabei sogar so überzeugend, dass er ein Kostenpaket von einer halben Million Euro für den Deal durchgedrückt bekommen hat.
Sven Mislintat (53) hat Ljubicic zu Fortuna geholt und Schalke weggeschnappt.
Bisher gab es für Fortuna Düsseldorf dafür nur 44 Einsatzminuten und kein Tor, dafür aber gegen Nürnberg (1:0) zwei verballerte Hundertprozentige. Ljubicic: „Ich war einen Monat lang verletzt, trainiere seit zwei Wochen und mache Schritt für Schritt. Ich möchte so schnell wie möglich fit sein, aber ich kann nicht sagen, wie lange es dauert. Über meinen ersten Einsatz gegen Bochum war ich nicht zufrieden mit mir, da habe ich mich gar nicht gut gefühlt. Gegen Nürnberg war es gut – abgesehen von den Chancen, von denen mindestens eine ein Tor sein muss. Aber man kann mir glauben, dass mir da niemand zusätzlich Druck machen muss, weil ich den ohnehin habe.“
Ljubicic noch nicht bereit für die Startelf
Auch in Düsseldorf, wo Ljubicic in der 2. Liga liefern muss, damit seine Karriere nach dem Bank-Stammplatz in Berlin wieder Fahrt aufnimmt. Für Fortuna dürfte sich der Kroate auch entschieden haben, weil ihm dort mehr Einsätze winkten. Nach dem Schalke-Deal mit Superstar Edin Dzeko (39) war dort schon ein Platz im Sturm blockiert. Im Team von Markus Anfang (51) ist vorne zwar auch Cedric Itten (29) gesetzt, um ihn herum wäre jedoch Raum für Ljubicic. Der Stürmer: „Es ist klar, er trifft, also spielt er auch. Ich kann aber auch mit ihm spielen. Dafür brauche ich aber Minuten, man kann nicht nach ein paar Trainingseinheiten fit sein, ich brauche noch ein paar Spiele.“
