Handball Live IM TV: Hanning & Sport Streaming

by Archynetys Sports Desk

Der Deutsche Handball-Meister startet mit einem klaren Sieg in die neue Saison – doch rund um die Füchse Berlin gibt es gerade nur EIN Thema.

Die Füchse gewinnen gegen Aufsteiger Bergischer HC am Ende sehr souverän mit 39:27. Auf der Platte werden Welthandballer Mathias Gidsel (10 Tore, 8 Assists) und Torwart-Talent Lasse Ludwig (16 Paraden) gefeiert.

Neben der Platte gibt es ein bemerkenswertes Halbzeit-Interview von Handball-Guru Bob Hanning bei WELT TV, BILD.de und Dyn.

Foto: BILD

Der Geschäftsführer nimmt Stellung zur Situation von Trainer Jaron Siewert und Sport-Vorstand Stefan Kretzschmar. Die Verträge der beiden Meister-Helden laufen 2026 aus, eine Verlängerung ist für viele überraschend nicht in Sicht.

Hanning: „Wir sind doch schon auch in Gesprächen, so ist es doch gar nicht. Aber ich muss das Gesamtkonstrukt beurteilen, ich muss es im Übrigen auch verdienen, das ganze Geld, und bin mir sehr, sehr sicher, dass wir in den nächsten Wochen auch was zu sagen haben und auch sagen werden.“

Wegen Stefan Kretzschmar und Jaron Siewert: Brandrede von Handball-Guru Bob Hanning live im TV

Sattler fragt weiter, ob die beiden sich ihre Verträge nach der Meisterschaft nochmal neu verdienen müssten. Hanning: „Da muss sich keiner neu beweisen, sondern es geht grundsätzlich darum: Wie ist die Ausrichtung des Klubs in den nächsten Jahren? Das heißt: Ist das das Konzept, in dem wir die nächsten fünf, sechs Jahre auch noch gehen wollen? Und ich hätte das sehr, sehr gerne sehr in Ruhe besprochen … Es haben ja alle auch mitgekriegt und wir machen ja auch gar keinen Hehl daraus, dass das jetzt leider nicht funktioniert hat.“

Dann setzt er eine klare Spitze Richtung Kretzsche, der zuletzt gesagt hatte, dass die Personalpolitik beim Geschäftsführer – also Hanning – liege, solange die Situation noch nicht geklärt sei. Hanning: „Ist für mich auch nicht ganz einfach. Weil, wenn’s dann heißt: Du musst die Personalplanung jetzt auch selbst machen, solange keine neuen Verträge da sind, dann ist es halt auch schwierig. Weil es ist im Berufsleben so: Wir haben nochmal einen Vertrag in diesem Jahr, und es ist ja nicht so, dass wir jetzt schon drei Wochen vor Ende der Saison sind. Von daher: Etwas Entspanntheit, bisschen Warten, dann schauen wir mal, was passiert.“

Auch Nationalspieler Nils Lichtlein glänzte gegen den Bergischen HC

Bob Hanning (57) im Halbzeit-Interview mit Dyn-Moderatorin Anett Sattler

Foto: Dyn

Zum Schluss des Interviews setzt Hanning noch richtiggehend zu einer Brandrede an, als Sattler entgegnet, dass Unruhe entsteht: „Warum hat man das? Es wäre gar keine Unruhe entstanden, wenn man nicht Unruhe entstehen lassen wollte. Ich habe mich von Anfang an geäußert: Wir machen das im September/Oktober. Bis dahin haben wir alles geklärt, wie wir es haben wollen. Und es ist doch selbstverständlich, dass wir eine Ausrichtung des Klubs für die nächsten Jahre – gerade auch aufgrund meines Ausscheidens in zwei Jahren – so auf die Beine stellen müssen, dass das die Zukunft des Klubs ist. Und da muss ich auch ganz ehrlich sagen: Da muss man mir auch ein Stückchen vertrauen nach 20 Jahren, dass ich für den Verein, die Entscheidungen treffe, die für den Verein notwendig sind. Und das werde ich auch tun, und da können noch 95 Nachfragen kommen und noch 2000 andere Zitate.“

Der Handball-Tausendsassa schließt mit emotionalen Worten: „Es tut dann ein bisschen weh, aber es zeigt dann auch nochmal ein Bild, was man dann immer auch mal neu bewerten muss.“

Keine Frage: Nach diesen Aussagen scheint eine gemeinsame Zukunft, mindestens des Duos Kretzschmar/Hanning, bei den Füchsen ferner denn je.

Die Zukunft auf der Platte hingegen sieht weiter rosig aus. Lange tut sich der Meister mit Welthandballer Gidsel zum Start überraschend schwer, zur Pause steht es etwas glücklich 20:17. Füchse-Boss Bob Hanning: „Aller Anfang ist schwer. Wir haben im Rückzug ein bisschen Probleme gehabt, in der Zuordnung, aber grundsätzlich ist alles in Ordnung.“

Nach der Pause ärgert der freche BHC den Champion noch mehr, gleicht beim 22:22 aus. Doch dann kommen die Füchse ins Rollen, die Gäste machen fünf Minuten kein Tor. Bei 31:24 (45.) ist die Partie dann aber entschieden.

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