Tyron Zeuge sichert sich EU-Meisterschaft – Brähmer machts fix

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Kurzarbeit für Brähmer

Der 54. Profikampf des mittlerweile 40-jährigen Ex-Weltmeisters Brähmer war ein kurzer Fight. Ein harter Körpertreffer in Runde zwei beendete das ungleiche Duell gegen Erdogan Kadrija sehr zeitig. Brähmer bereitete den finalen Schlag mit guten Händen an den Kopf vor, die Deckung seines Gegners ging nach oben und der Körper war frei. Kadrija kam nicht mehr rechtzeitig hoch und wurde nach 1:40 Minute der zweiten Runde aus dem Kampf genommen.  


“Wir wollen mal realistisch sein: Er ist jetzt nicht der Gegner, wo man sagen könnte, dass es ein knappes Ding hätte werden können. Ich hab eine Viertelstunde gewartet bis ich zum Ring konnte und war schon wieder kalt. Das war heute das einzige Problem”, so Brähmer nach dem Kurzeinsatz. Als Rezept für den sportlichen Erfolg trotz des hohen Alters führte er eine gesunde Ernährung und seine Kinder an. Sein Athletiktrainer Sebastian Förster war im Nachgang gar nicht mal so froh über das frühe Kampfende: “Wir wollten schon ein paar Runden haben, weil Jürgen die für den Aufbau benötigt. Aber er hat so viel Kraft in seinen Schlägen, wenn dann noch das Timing passt, dann sitzen die einfach und es ist vorzeitig zu Ende.”

Culcay überzeugt über acht Runden

Jack Culcay hat den nächsten Schritt in Richtung eines möglichen nächsten WM-Kampf gemacht. In Schwerin besiegte er den Italiener Stefano Castellucci durch einstimmiges Punkturteil nach acht Runden. Besonders in der Anfangsphase zeigte sich die Überlegenheit des Ex-Weltmeisters aus Berlin. Castellucci wackelte früh, blieb aber auf den Beinen. Eigene Akzente konnte er nur selten setzen, war meist im Rückwärtsgang. Mit einer Schlagserie kurz vor dem Ende der letzten Runde wollte Culcay dann den Knockout erzwingen, brachte seinen Gegner aber nicht zu Boden. Alle drei Punktrichter hatten “Golden Jack” nach acht einseitigen Runden auf den Punktzetteln vorne. “Ich habe ihn nicht unterschätzt. Er ist auch nach vorne gegangen, aber es war ein klarer Punktsieg für mich. Dass es nicht zum K.o. gereicht hat, ist nicht so schlimm. Der Kampf war anstrengend, auch weil ich eine Woche vorher hungern musste. Ich hoffe natürlich auf einen weiteren WM-Kampf”, erklärte Culcay im Anschluss am MDR-Mikrofon.

Schicke holt sich den DM-Gürtel

Björn Schicke ist nach einem dominant geführten Kampf über zehn Runden neuer Deutscher Meister im Mittelgewicht. Bereits in der zweiten Runde zog sich sein Kontrahent Hector Hernandez bei einem unabsichtlichen Kopfstoß einen Cut an der Stirn zu, der ihn im weiteren Verlauf des Kampfes klar behinderte. Immer wieder floss Blut in das Gesicht des Münchners. Am Ende stand ein klarer Punktsieg für Schicke, der von der Willensstärke seines Gegners beeindruckt war: “Großer Respekt an Hector, er hat großartig gekämpft.” Hernandez war natürlich enttäuscht über die zeitige Verletzung. “Ich konnte keine 100 Prozent geben. Das ist ärgerlich, wenn das so früh passiert”, erklärte er nach dem Gefecht.

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